

St. Jakobus Schutterwald
Die dem heiligen Jakobus geweihte Kirche prägt seit Jahrhunderten das Ortsbild von Schutterwald und gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten der Region

Grundsteinlegung und Jubiläum
Am 7. September 1784 wurde der Grundstein für die heutige Kirche St. Jakobus gelegt. Mit dem Neubau schuf die Gemeinde Schutterwald ein Gotteshaus, das den Anforderungen der wachsenden Bevölkerung gerecht werden sollte. Nach nur wenigen Jahren Bauzeit konnte die Kirche bereits 1787 feierlich eingeweiht werden.
Im Jahr 2027 blickt St. Jakobus auf 240 Jahre seit ihrer Einweihung zurück. Seit mehr als zwei Jahrhunderten prägt die Kirche das Ortsbild von Schutterwald und begleitet Generationen von Menschen bei Gottesdiensten, Festen und besonderen Lebensereignissen. Das Jubiläum erinnert an die lange Geschichte des Gotteshauses und seine bis heute große Bedeutung für die Gemeinde.

Baustil
Die Kirche St. Jakobus wurde im Stil des späten Barock erbaut und gilt als bedeutendes Übergangswerk zum Klassizismus. Die Architektur verbindet die harmonischen Formen des Barock mit den klareren Gestaltungselementen der nachfolgenden Epoche. Besonders der helle und großzügige Innenraum, die ausgewogenen Proportionen sowie die kunstvollen Stuckarbeiten verleihen der Kirche ihren besonderen Charakter. Bis heute zählt St. Jakobus zu den bemerkenswertesten Sakralbauten der Region.

Der Kirchturm
Mit einer Höhe von 48 Metern ist der Kirchturm von St. Jakobus das weithin sichtbare Wahrzeichen Schutterwalds. Seit seiner Fertigstellung prägt er das Ortsbild der Gemeinde und dient Besuchern wie Einheimischen als Orientierungspunkt. Seine markante barocke Form mit der geschwungenen Turmhaube verleiht der Kirche ihr unverwechselbares Erscheinungsbild. Auch heute noch ist der Turm ein Symbol für die lange Geschichte und die lebendige Tradition der Kirche St. Jakobus.
Geschichte & Baumeister
Die Geschichte von St. Jakobus reicht bis ins Mittelalter zurück. Bereits seit dem Jahr 1361 befand sich an der heutigen Stelle eine Kirche, die über Jahrhunderte das religiöse Zentrum der Gemeinde Schutterwald bildete. Nachdem die Vorgängerbauten den Anforderungen der Zeit nicht mehr entsprachen, entschied man sich im 18. Jahrhundert für einen Neubau.
Am 7. September 1784 wurde der Grundstein für die heutige Kirche gelegt. Die Pläne stammten vom Vorarlberger Baumeister Joseph Hirschbühl, der mehrere Jahre in Schutterwald lebte und auch an weiteren Kirchenbauten der Region beteiligt war. Bereits 1787 konnte das neue Gotteshaus feierlich eingeweiht werden.
Mit ihren beeindruckenden Ausmaßen von 40 Metern Länge und einem 48 Meter hohen Turm zählt St. Jakobus zu den bedeutendsten Kirchenbauten der Ortenau. Bis heute prägt sie als Wahrzeichen das Ortsbild von Schutterwald.
Mehr über den Kirchenbaumeister Joseph Hirschbühl erfahren Sie beim Historischen Verein Schutterwald.


Das Kirchenschiff
Beim Betreten der Kirche eröffnet sich ein heller und großzügiger Innenraum. St. Jakobus wurde als Saalkirche erbaut und besitzt weder Seitenschiffe noch ein Querschiff. Der Blick wird unmittelbar auf den tief eingezogenen Chorraum gelenkt, der das Zentrum des Kirchenraums bildet.
Die Gestaltung des Kirchenschiffs zeigt den Übergang vom späten Barock zum Klassizismus. Während die Architektur noch die Harmonie und Eleganz des Barock erkennen lässt, verzichtet sie weitgehend auf dessen üppige Formen. Stattdessen prägen klare Linien, ausgewogene Proportionen und eine ruhige Raumwirkung das Erscheinungsbild der Kirche.
Besonders sehenswert sind die feinen Stuckarbeiten und die vergoldeten Blumengirlanden, die dem Innenraum eine festliche, aber dennoch zurückhaltende Atmosphäre verleihen. Gerade diese Verbindung von barocker Gestaltung und klassizistischer Klarheit macht das Kirchenschiff von St. Jakobus zu etwas Besonderem.
Zopfbarock am Hauptportal
Bereits über dem Hauptportal lassen sich die charakteristischen Merkmale des sogenannten Zopfbarocks erkennen. Dieser Baustil entstand in der Übergangszeit zwischen Barock und Klassizismus und verbindet elegante Verzierungen mit einer klareren und zurückhaltenderen Formensprache.
Die Gestaltung des Portals findet sich auch an verschiedenen Stellen im Innenraum der Kirche wieder. Dadurch entsteht ein harmonisches Gesamtbild, das St. Jakobus mit zahlreichen Kirchen der Ortenau verbindet und ihren besonderen architektonischen Charakter unterstreicht.




Der Hochaltar
Der Hochaltar von St. Jakobus zählt zu den bedeutendsten Kunstwerken der Kirche und bildet den Mittelpunkt des Chorraums. Er wurde im Jahr 1890 vom Offenburger Bildhauer Franz Josef Simmler geschaffen und entstand damit mehr als ein Jahrhundert nach der Einweihung der Kirche.
Franz Josef Simmler (1846–1926) studierte Malerei und Bildhauerei in München und arbeitete zunächst in einer Werkstatt für kirchliche Kunst. Nach seiner Rückkehr in die Ortenau gründete er 1878 in Offenburg ein eigenes Atelier und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten kirchlichen Künstler der Region. Zu seinen Werken zählen unter anderem der Hochaltar der Kirche St. Peter und Paul in Waltershofen, der Altar der Kirche St. Nikolaus in Mauchen sowie der Hochaltar von St. Jakobus in Schutterwald. Für sein Wirken wurde Simmler später zum Ehrenbürger der Stadt Offenburg ernannt.
Im Zentrum des Altars steht die Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit. Gott Vater hält seinen gekreuzigten Sohn im Schoß, während über ihnen die Taube als Sinnbild des Heiligen Geistes schwebt. Diese Darstellung wird auch als „Gnadenstuhl“ bezeichnet und verdeutlicht die Einheit von Vater, Sohn und Heiligem Geist.
Unterhalb der Dreifaltigkeit ist das historische Schutterwald dargestellt. Im Hintergrund erkennt man die Höhenzüge des Schwarzwaldes, wodurch der Altar einen besonderen Bezug zur Heimatgemeinde erhält. Links und rechts stehen die beiden Altarheiligen: der heilige Landolin von Ettenheimmünster und der heilige Sebastian, der als Märtyrer in Rom verehrt wird.
Im unteren Bereich des Altars befinden sich mehrere Darstellungen aus dem Alten Testament, die den reichen theologischen Inhalt des Kunstwerks ergänzen. Im Zuge der Innenrenovierung erhielt der Hochaltar im Jahr 2005 seine heutige Fassung in Weiß und Gold. Dadurch treten die kunstvollen Schnitzereien und Figuren noch deutlicher hervor und verleihen dem Altar seine eindrucksvolle Wirkung.
Bis heute zählt der Hochaltar zu den herausragenden Kunstwerken der Kirche St. Jakobus und zieht die Blicke der Besucher unmittelbar auf sich.


Inschriften am Hochaltar
Lateinischer Text
Sub altare Dei sedes accepistis, Sancti Dei, intercedite pro nobis ad Dominum Iesum Christum.
Deutsche Übersetzung
Unter dem Altar Gottes habt ihr euren Platz empfangen. Ihr Heiligen Gottes, bittet für uns bei unserem Herrn Jesus Christus.
Diese Inschrift verweist auf die Verehrung der Heiligen und ihre Fürsprache für die Gläubigen.
Lateinischer Text
Hoc altare aedificatum est anno Domini MDCCCXC, Leone XIII Papa et Ioanne Christiano Archiepiscopo.
Deutsche Übersetzung
Dieser Altar wurde im Jahr des Herrn 1890 errichtet, als Papst Leo XIII. und Erzbischof Johannes Christian Roos im Amt waren.
Die Inschrift erinnert an die Entstehung des Hochaltars und dokumentiert das Jahr seiner Fertigstellung.
Der Entwurf des Hochaltars
Lange Zeit galt der Hochaltar von St. Jakobus als Werk des Offenburger Bildhauers Franz Josef Simmler. Erst durch Forschungen im Jahr 2021 konnte auch der originale Entwurf des Altars wiederentdeckt werden.
Im Rahmen einer kunsthistorischen Untersuchung des Historischen Vereins Schutterwald gelang es, im Archiv des Museums Gherdëina in St. Ulrich (Gröden, Südtirol) die Entwurfszeichnung von Franz Josef Simmler aus dem Jahr 1889 nachzuweisen. Die Zeichnung stammt aus dem Nachlass der Familien Simmler und Moroder und belegt zweifelsfrei die Urheberschaft des Künstlers.
Ein Vergleich zwischen Entwurf und ausgeführtem Hochaltar zeigt, dass einige ursprünglich geplante Figuren und Verzierungen nicht verwirklicht wurden. Vermutlich führten finanzielle Gründe zu einer vereinfachten Ausführung. Auch das Hintergrundbild wurde gegenüber dem Entwurf verändert: Statt einer neutralen Darstellung zeigt der fertige Hochaltar das historische Schutterwald mit der Kirche und den Bergen des Schwarzwaldes.
Die Wiederentdeckung des Entwurfs stellt einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Geschichte von St. Jakobus dar und ermöglicht heute einen faszinierenden Einblick in die Entstehung eines der bedeutendsten Kunstwerke der Kirche.




Die Seitenaltäre
Die beiden Seitenaltäre von St. Jakobus erzählen auf unterschiedliche Weise von der Geschichte, dem Glauben und der Verbundenheit der Gemeinde mit ihrer Kirche. Während der linke Seitenaltar an ein besonderes Gelöbnis der Schutterwälder Bevölkerung erinnert, verweist der rechte Seitenaltar auf den Kirchenpatron Jakobus und die christliche Pilgertradition.
Der linke Seitenaltar, auch als Marien- oder Gelöbnisaltar bekannt, wurde im Jahr 1950 von den Bürgerinnen und Bürgern Schutterwalds gestiftet. Sein Ursprung geht auf die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurück. In den ersten Kriegsjahren legten die Einwohner das Versprechen ab, einen Altar zu errichten, falls das Dorf von größeren Zerstörungen verschont bleiben sollte. Nach Kriegsende wurde dieses Gelöbnis eingelöst. Der alte Seitenaltar wurde entfernt und durch ein neues Kunstwerk ersetzt.
Geschaffen wurde der Altar vom Karlsruher Bildhauer Professor Emil Sutor, der ihn aus dunkelgrünem Aubergmarmor fertigte. Das Altarbild stammt vom Villinger Künstler Paul Hirt. Es zeigt die Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind, die schützend über dem Dorf Schutterwald thronen. Unter ihnen ist die Gemeinde dargestellt, die die Kriegsjahre weitgehend unversehrt überstanden hat. Auf der linken Bildseite erinnern Flammen an die Schrecken des Krieges und werden häufig als Hinweis auf die brennende Kirche von Altenheim gedeutet, die damals bis auf die Grundmauern zerstört wurde. Der Tabernakel des Altars enthält zudem mehrere kunstvolle Darstellungen aus dem Leben Mariens und ergänzt die Botschaft von Schutz, Hoffnung und Dankbarkeit.
Der rechte Seitenaltar ist dem heiligen Jakobus, dem Patron der Kirche, gewidmet. Seine heutige Gestaltung stammt aus dem Jahr 2011 und wurde vom Bildhauer Wolfgang Eckert aus Furtwangen geschaffen. Die moderne Skulptur entstand in Steingusstechnik und verbindet traditionelle Glaubensinhalte mit einer zeitgemäßen künstlerischen Ausdrucksform.
Im Mittelpunkt der Darstellung steht der heilige Jakobus, der von Pilgern umgeben ist. Mit seiner rechten Hand weist er auf das gemeinsame Ziel aller Christen hin: das himmlische Jerusalem. Dieses wird durch Tore, Türme und Gebäude angedeutet und symbolisiert die von Christus verheißene neue Welt. Die Pilger stehen dabei nicht nur für die Wallfahrer auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela, sondern für alle Menschen, die ihren Lebensweg im Glauben gehen.
Besonders eindrucksvoll ist die räumliche Wirkung der Skulptur. Durch die Gestaltung der Figuren entsteht der Eindruck, als würden Jakobus und seine Begleiter aus der Wand hervortreten und dem Betrachter entgegenkommen. Das Kunstwerk lädt dazu ein, über den eigenen Lebensweg nachzudenken und sich als Teil einer großen Gemeinschaft von Glaubenden zu verstehen.
Gemeinsam verbinden die beiden Seitenaltäre Vergangenheit und Gegenwart. Sie erinnern an die Geschichte der Gemeinde, an Zeiten der Not und des Dankes, aber auch an die christliche Hoffnung und die Einladung, den Glaubensweg gemeinsam zu gehen.




Der Zelebrationsaltar
Im Zuge der Neugestaltung des Chorraums erhielt die Kirche St. Jakobus im Jahr 2009 einen neuen Zelebrationsaltar. Mit der Planung wurden der Bildhauer Wolfgang Eckert sowie weitere Fachleute beauftragt. Der Altar bildet heute den liturgischen Mittelpunkt der Gottesdienste und verbindet moderne Gestaltung mit der jahrhundertealten Tradition der Kirche. Die feierliche Weihe erfolgte im Juli 2009 rund um das Jakobusfest.
Das Kreuz im Altar
Der Zelebrationsaltar besteht vollständig aus Metall. Seine Trägerkonstruktion wurde aus Aluminium gefertigt, während die Altarplatte aus Messing besteht. In die Oberfläche ist ein Kreuz eingefräst, das je nach Lichteinfall unterschiedlich reflektiert. Dadurch entsteht ein eindrucksvolles Wechselspiel von Licht und Schatten, das die christliche Symbolik des Altars auf besondere Weise hervorhebt.


Historischer Fliesenboden
Zwischen Hochaltar und Zelebrationsaltar erstreckt sich ein kunstvoller Dekorfliesenboden aus der Zeit um 1900. Früher war der gesamte Chorraum mit diesen Fliesen ausgestattet. Im Rahmen der Neugestaltung wurden die teilweise beschädigten Fliesen aufwendig restauriert und durch einen schwarzen Abschlussstreifen eingefasst. Heute wirkt der Boden wie ein wertvoller Teppich, der den historischen Hochaltar mit dem modernen Zelebrationsaltar verbindet.
Die Pietà
Die Pietà gehört zu den eindrucksvollsten Kunstwerken der Kirche St. Jakobus. Sie wurde im Jahr 1982 vom Bildhauer Josef Anton Leismüller aus Garmisch-Partenkirchen aus Lindenholz geschnitzt. Die Darstellung zeigt Maria, die ihren vom Kreuz abgenommenen Sohn auf dem Schoß hält – ein Motiv, das seit Jahrhunderten zu den bewegendsten Darstellungen christlicher Kunst zählt.
Bis zur Renovierung der Kirche im Jahr 2000 befand sich die Pietà als Seitenaltar auf der rechten Seite des Kirchenraums. Im Zuge der Neugestaltung erhielt sie einen neuen Standort unter der Empore. Dort bildet sie heute den Mittelpunkt eines stillen Andachtsraumes, der Besucher zum Innehalten, Beten und persönlichen Gedenken einlädt.
Besonders eindrucksvoll ist die Ausdruckskraft der Figuren. Das schmerzvolle Gesicht der Mutter Gottes steht im starken Kontrast zur Ruhe und Leblosigkeit des toten Christus. Diese Gegenüberstellung verleiht der Darstellung eine tiefe emotionale Wirkung und macht die Pietà zu einem Ort der Besinnung und des Mitgefühls.
Kunsthistorisch besitzt die Pietà einen hohen Stellenwert. In ihrer Qualität und Ausführung wird sie häufig mit den Werken des berühmten Rokokobildhauers Ignaz Günther verglichen. Vor der Pietà befindet sich ein großer Kerzenständer des Kunstschlossers Meinrad Wehrle aus Emmendingen. Er wurde aus Teilen der ehemaligen Kommunionbank gefertigt und verbindet damit auf besondere Weise die Geschichte der Kirche mit ihrer heutigen Nutzung.
Heute lädt die Pietà Besucher dazu ein, einen Moment der Ruhe zu finden und über Leid, Trost und Hoffnung nachzudenken.




Die Kanzel und die Heiligenfiguren
Die Kanzel ist das älteste erhaltene Ausstattungsstück der Kirche St. Jakobus und stammt noch aus der Zeit ihrer Einweihung im Jahr 1787. Im Gegensatz zur oft üppigen Gestaltung des deutschen Barocks zeigt sie eine eher zurückhaltende Formensprache und lässt den Einfluss des französischen Barocks erkennen. Im Jahr 1973 wurde die Kanzel restauriert und der kunstvolle Holzmarmor aufgefrischt. Aus derselben Zeit stammt auch die Engelsfigur auf dem Schalldeckel, die die Zehn Gebote in den Händen hält. Sie wurde vom Stuttgarter Künstler Manfred Stiller geschaffen.
In der Nähe der Kanzel befinden sich die Figuren des heiligen Bruder Konrad und des heiligen Josef. Sie wurden um 1925 vom Offenburger Bildhauer Heinz Kramer aus Holz geschnitzt. Ursprünglich waren die Figuren in Naturfarben gehalten, bevor sie im Zuge der Renovierung im Jahr 2005 ihre heutige Fassung erhielten.
Ebenfalls sehenswert ist der Kreuzweg, der 1973 vom Hammereisenbacher Bildhauer Wolfgang Kleiser aus Eichenholz geschaffen wurde. Während der Renovierung im Jahr 2005 wurden die Kreuzwegstationen farblich an den Hochaltar angepasst. Die goldenen Hintergründe verleihen den Darstellungen einen barocken Charakter und lassen die einzelnen Szenen besonders eindrucksvoll hervortreten.

Die Deckengemälde
Die fünf Deckengemälde der Kirche St. Jakobus wurden im Jahr 1892 vom Durbacher Maler Hugo Huber geschaffen. Sie sind im Stil des Spätbarock ausgeführt und prägen den hellen Kirchenraum auf besondere Weise. Wer die Kirche betritt, wird dadurch nicht nur zum Hochaltar geführt, sondern auch eingeladen, den Blick nach oben zu richten.
Die Gemälde zeigen zentrale Szenen aus dem Leben Jesu und Mariens. Das erste Bild stellt den jungen Jesus im Tempel dar, wo er bereits als Kind die Schriftgelehrten durch seine Weisheit beeindruckt. Ein weiteres Gemälde zeigt die Aufnahme Mariens in den Himmel und verweist auf ihre besondere Stellung im christlichen Glauben.
Ein drittes Deckengemälde erinnert an die Mutter der Apostel Jakobus und Johannes. Sie bittet Jesus darum, ihren beiden Söhnen besondere Plätze in seinem Reich zu geben. Diese Szene steht in enger Verbindung zum Kirchenpatron Jakobus und macht das Gemälde für St. Jakobus besonders bedeutsam.
Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung der Verklärung Christi auf dem Berg Tabor. Christus erscheint in göttlichem Glanz, während die Apostel Petrus, Jakobus und Johannes überwältigt zu Boden sinken. Mose und Elija stehen als Zeugen des Alten Bundes neben ihm. Über der Szene erscheint Gott Vater, umgeben von Engeln, und weist auf Christus als seinen geliebten Sohn hin.
Das fünfte Gemälde zeigt die Tempelreinigung. Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel und macht deutlich, dass das Haus Gottes ein Ort des Gebets und der Ehrfurcht sein soll.
Gemeinsam erzählen die Deckengemälde wichtige biblische Botschaften. Sie verbinden den Kirchenraum mit der Heiligen Schrift und machen die Decke von St. Jakobus zu einem eindrucksvollen Bilderzyklus des Glaubens.

Jesus als Lehrer im Tempel
Bereits als Zwölfjähriger beeindruckt Jesus die Gelehrten im Tempel von Jerusalem durch seine Weisheit und sein Verständnis der Heiligen Schrift. Das Gemälde erinnert daran, dass Jesus schon in jungen Jahren seine besondere Sendung erkannte.
Mariä Himmelfahrt
Das Deckengemälde zeigt die Aufnahme Mariens in den Himmel. Die Darstellung verweist auf ihre besondere Stellung im christlichen Glauben und auf die Hoffnung der Gläubigen auf die Gemeinschaft mit Gott.


Die Mutter von Jakobus und Johannes
Die Mutter der Apostel Jakobus und Johannes bittet Jesus um besondere Plätze für ihre Söhne in seinem Reich. Die Szene macht deutlich, dass wahre Größe nicht durch Macht, sondern durch Dienst und Hingabe entsteht.
Die Verklärung Christi auf dem Berg Tabor
Christus erscheint in göttlichem Glanz vor den Aposteln Petrus, Jakobus und Johannes. Während Mose und Elija neben ihm stehen, bestätigt Gott Vater vom Himmel her die göttliche Sendung seines Sohnes.


Die Tempelreinigung
Mit Nachdruck vertreibt Jesus die Händler aus dem Tempel. Die Darstellung erinnert daran, dass das Haus Gottes ein Ort des Gebets, der Ehrfurcht und der Begegnung mit Gott sein soll.
